mit Ute und dem Moped – es fing damit an, dass der Plan nach Sizilien zu fahren und Ute in Syrakus abzuholen, wo sie mit der „Hoppet“, einem Schoner, landen sollte, verworfen wurde, weil Ute „die Fische gefüttert hat“ :)

Darum fuhr ich nicht nach Syrakus, was ich gern getan hätte, sondern nach Venedig zum Marco Polo und holte Ute, die wahrscheinlich auch lieber nach Syrakus geschippert wäre, wenn das Wetter besser gewesen wäre, ab, die von Barcelona herangeflogen kam, nachdem sie von Mallorca dorthin flog ;)

Und die Abreise aus Wien und Kommunikation mit Ute per WhatsApp kann man am besten mit WhatsApp wiedergeben – nach diesem Austausch war ich dann am Marco Polo:

[08:53, 24.4.2017] Ich: Guten Morgen Ute 😀

Schaut gut aus - Moped hat kein Problem. Vielleicht warens wirklich die Kabeln, die ich ordentlich verschnurkselt habe - wir werden sehen. Hab alles zusammengepackt, aufgeräumt und verräumt und mach jetzt noch ein bissl Yoga, bevor ich loszisch 😆😉🏍🏍🏍😘

[08:55, 24.4.2017] Ute: jaaaa!!!. Mach amal. Ich Kugel noch im Bett herum.

[11:40, 24.4.2017] Ute: Ich sag dir jetzt amal was. Ich bin so glücklich und mir geht's so gut dass mir grad die Tränen kommen vor Freude. So schön ist das Gefühl! 😃

[11:40, 24.4.2017] Ute: Gute Fahrt tschipfl. Ich freue mich auf dich. 😘

[11:43, 24.4.2017] Ich: Ich fahr jetzt weg nachdem ich noch in der Firma war und mir vorher beim Hinfahren das topcas runtergefallen ist, weil ichs nicht festgemacht hab - mitten am Gürtel. Ist aber alles ok und ich zisch jetzt amal auf die Autobahn 😆

Freut mich, dass es dir gut geht Tschipfl - wir sehen uns um irgendwas nach 21 Uhr. 😘

[14:28, 24.4.2017] Ute: Möhöööö 😳🤣 das wars jetzt aber mal mit so hinderungszeugs. Hallo!? Ich verabschiede mich grad von palma indem ich ein glaserl Wein zu einem köstlichen Salat vergesellschaftlicht genieße. Dann Rucksack holen und in den Bus zum Flughafen steigen. 👍🏻 wo bischn du?

[14:30, 24.4.2017] Ich: Isch bin in Gleisdorf und nehm eine doppelte Leberkässemmel zu mir grad 😁

[14:32, 24.4.2017] Ute: 🤣 eine doppelte? Das gibt Kraft für die nächsten 447 km circa 😎

[14:34, 24.4.2017] Ich: ja, ein kloines Bier auch 😉

Da war schon wieder Wasser im Tank mitten auf der Autobahn beim Umschalten auf Reserve! Ich hab aber eh den Schraubenzieher dabei 😆

[14:36, 24.4.2017] Ich: 429km 😝

[14:36, 24.4.2017] Ute: Gut mitgedacht 😆

[14:37, 24.4.2017] Ute: 😂 ab nach Venedig mit dir du tschipfl.

[14:50, 24.4.2017] Ich: joho, es ist grad so schön sonnig hier 😆

[16:10, 24.4.2017] Ute: Ich bin am gate. Abflug nach Barcelona in einer Stunde. Achtung 😎😃

[16:33, 24.4.2017] Ich: 289km 🙃🤠🤗

[16:46, 24.4.2017] Ich: Und dein Helm hat gerade einen Teil vom ausgeronnenen Tee aufgesaugt! Hüfe!!! Ich schau, dass ich ihn trocken bekomm bis wir uns sehen 😎😝

[17:04, 24.4.2017] Ich: Am Flughafen gibt es eh so Föhns 😎

[18:40, 24.4.2017] Ute: Sag amal. ... 🙄😬 was tust du nur? Barcelona . Warte auf den anschlussflug.

[18:56, 24.4.2017] Ute: Ich steig grad in den Flieger 😃 Achtung es geht gleich lohoooos.

[20:13, 24.4.2017] Ich: 100 km noch und durchs Kanaltal hats geregnet bis udine. Saukalt, kein Coretto in der Raststätten - hüfe!!! 😀

[20:46, 24.4.2017] Ich: Rücklicht kaputt 😀

[21:05, 24.4.2017] Ute: Ich bin grad gelandet

[21:08, 24.4.2017] Ich: Ich brauch noxh 25 Minuten sagt Google

[21:14, 24.4.2017] Ute: Ok

[21:19, 24.4.2017] Ich: Du bist eh am Marco polo oder?

[21:19, 24.4.2017] Ich: 😀

[21:32, 24.4.2017] Ute: Ich trink amal einen macchiato. Dann geh ich da hin wo die Taxis stehen im ankunftsbereich.          

[21:33, 24.4.2017] Ute: joho

… dann war ich am Marco Polo und wir haben amal ein Bier getrunken, weil’s voll cool ist sich wo zu treffen nach einer oder mehrerer Action/s.

Hab ich schon erwähnt, dass Airbnb wahnsinnig super ist?

Ich bin zwar nicht der Meinung, dass alle Hotels und sonstige Unterkünfte wegen Airbnb Einbußen erleiden sollen und Arbeitnehmer samt Arbeitgeber den Bach runtergehen sollten – aber Airbnb ist super!!!

Und da kann mir jetzt jeder in dieser Branche arbeitende den Buckel runterrutschen, da ist mir auch egal was die AK dazu sagt, Airbnb ist ein Wahnsinn.

Die Gelegenheiten samt Menschen, die da wahrgenommen und kennengelernt werden (keine Ahnung, ob man da Glück haben muss, aber bei 5 Gelegenheiten 5 mal Glück zu haben ist doch auffallend) bekommt man im 0815 Hotel- und Unterkunftsbetrieb niemals zu sehen/kennen.

Ich find es auch viel natürlicher in fast natürlichen Umgebungen zu wohnen und zu nächtigen, als in Unterkünften, in denen tagtäglich Unterkunftsarbeit geleistet wird im großen Stil.

Hab auch gelesen auf Wikipedia über Airbnb, dass da eh einige Staaten oder Städte schon Gesetze gegen so kurzfristige Vermietung erlassen (in New York z.B. Vermietung unter 30 Tagen verboten) oder zumindest das verpflichtete Melden der Vermietung oder die Einhebung von Ortstaxen wie in Wien geplant ist. Datenschutzgesetz ist auch ein Thema. Nichts desto trotz wird sich die Branche verändern.

Mir ist solch eine Möglichkeit, also Unterkunft mit Küche, die ich mir leisten kann, um einiges lieber, als All-Inclusive Angebote, wo der Preis zwar niedrig ist, Individualität aber nicht existiert und die dort arbeitenden Menschen nix davon haben, weil bei solch niedrigen Angebots-Preisen nix über bleibt. Ist aber auch ein anderer Menschenschlag, der solch Angebote nutzt nehm ich an. Und außerdem könnt ich da nicht kochen, was aber unbedingt getan werden muss!

Weiter geht’s … :)

Also fuhren wir nach dem Marco Polo nach Chioggia - welches ich ja als das wirkliche Venedig kenne, weil Italiener und keine Chinesen, weil Autos und Mopeds, weil Menschen dort draußen sitzen und essen und trinken und italienisch quatschen und sich auch so verhalten – zu einer Airbnb Unterkunft vom Mauro …

Der Mauro ist super, der kommt auch, wenn die Checkin-Zeit um 2 Stunden überzogen wurde und wir den Schlüssel für’s Apartment, welcher eh im Postkastl gelegen wäre, da war aber noch ein anderer, wir leider den falschen erwischten, um Hilfe callten. Mauro kommt mit Motorrad, einer 600er Suzuki, alle ein bissl dumm dreinschauten, wir ihn aber so zumindest zu Gesicht bekamen, was scheinbar nicht üblich ist – und in unser Apartment einzogen.

Also waren wir mal 4 Nächte in Chioggia, auch wegen des Wetters, welches sich in den 3 Wochen nicht wirklich stabilisierte, uns allerdings den Buckel runterrutschen konnte, weil entweder fährt man bei Regen und wird nass oder man steht irgendwo und macht was anderes und bleibt trocken.

Und so waren wir dort gut aufgehoben, in einer Unterkunft mit Küche – und Klimaanlage, welche wir auf warm stellten, weil Motorradfahrer es warm brauchen! Aßen Fisch vom Fischmarkt und Artischocken, weil zum einen der Fischmarkt super ist und zum anderen grad Artischockenzeit ist, tranken hie und da einen kleinen Prosecco oder Café und erfreuten uns der Umgebung und der Leute.

Wenn ich so weiterschreib wird’s viel …

Nach den 4 Übernachtungen ging es weiter nach Civitavanova Marche, Google meint da Marche schreibe man mit k statt mit ch, aber ok, natürlich nicht auf den Autobahnen, sondern der Küste entlang. Die Einstellung „Autobahn vermeiden“ ist Standard bei Mopedfahrern, zumindest beim Runterfahren!

So kamen zu meinen ca. 600 km von Wien nach Venedig noch ca. 400 km dazu

Airbnb befragend fanden wir dort ein kleines Häuschen, welches der Manola gehört und einst ein Fischer samt Familie bewohnte. Manola erzählte uns, dass in dem Häuschen, das aus „Ebener Erd“ und einem Stock verfügt, keines von beiden mehr als 4x4 m2 misst, 7,8 oder 9 Leute gewohnt haben!!!

Ein Foto von denen hängt im Haus, die schauen echt alle recht glücklich aus :)

Das Häuschen befindet sich im Zentrum der Stadt in einer unbefahrenen Straße/Gasse, alles was gut und angenehm ist befindet sich nicht mehr als 200m entfernt oder gleich um’s Eck. Noch dazu ist das Häuschen super hergerichtet, alles was wir brauchten war vorhanden, es war super lieb und super schön – alles also super :)

Ich hab vergessen zu schreiben, dass meine Cousinen samt Tante in Marghera wohnen und wir diese dann noch von Chioggia aus besuchten, Wie lieb die alle sind und wie fleißig! In Italien verdient ein Mensch der 40 Stunden arbeitet, ich mein jetzt keinen Manager Job hat, recht wenig grad, aber die machen das und leben scheinbar recht gut so, angestrengt aber gut, was wahrscheinlich auch durch das, zumindest in der Cousinen-Familie, intakte Familienleben erklärt werden kann.

Ich hoff auch, dass der Ausflug nach Marghera nicht mit Radarmessungen, die, laut Marco, dem Mann einer Cousine, besonders Richtung Chioggia stattfinden, bestraft wird.

Laut Manola reden die Menschen, die Civitanovanier_Innen, nicht gern und schon gar nicht mit Fremden, nachdem wir aber jeden und auch jede dort angequatscht haben, weil wir ja zum ersten Mal dort waren und immer irgendwas brauchten und wissen wollten, lernten wir einige interessante und auch sehr angenehme Menschen kennen.

Z.B. die Frau am Strand, erste Strandbar links vom Hafen vom Zentrum aus gesehen, die man ohne einen Zaun zu passieren um einen oder zwei Aperolspritzer bitte kann, die dann, sie ist so ca. 60 oder 65 schätz ich, braungebrannt mit grauen Haaren und sowas von lieb, auf uns zugegangen ist und ich sie sofort in’s Herz geschlossen habe – nicht nur wegen den Chips, die sie uns zu den Spritzern servierte, sondern wegen ihrer offenen und sehr, sehr angenehmen Art. Ich hätt sie eigentlich küssen sollen!

Dazu ist noch zu sagen, dass es in der Hauptsaison dort schon anders zugeht bezüglich Menschenmengen und dann wahrscheinlich nicht viel Zeit bleibt sich mit den Menschen auszutauschen – ma muss also immer in den Nebensaisonen verreisen :)

Und der Bio-Gemüse-Verkäufer, der auch schon an die 55 ist und, laut Aussage seiner Frau, viele Jahre in einer anderen Branche arbeitete und dann gekündigt wurde, auf diese Art ein neues Standbein finden will und auch gleich Events in der Markthalle plant und umsetzt, so wie einen Dj hinter vor ihm liegenden Obst und Gemüse gute Musik spielen lässt und Sangria laut einem Rezept eines spanischen Freundes ausschenkt – ich sag nur Paradeiser, Spargel, Wein, Käse und liebe Gespräche …

Nach Macerata machten wir auch einen Ausflug. Eine wunderschöne alte Innenstadt, in der sich sehr viele jugendliche Studenten tummeln, Macerata ist auch eine Universitätsstadt. Diesen Umstand verdankt die Stadt das Getümmel und auch super Jazzmusik am Hauptplatz Piazza della Liberta.

Nach Sirolo machten wir auch einen Ausflug und zwar zur Spiaggia Urbani. Am Rückweg hätten wir gerne ein Lokal gefunden, auf dessen Terasse wir uns den Sonnenuntergang anschauen hätten können, eine Bar hätte auch genügt. Wie’s aber scheint ist niemand dort auf die Idee gekommen sein Lokal an einem Platz zu eröffnen, an dem das auch möglich gewesen wäre – Marktlücke also!

Und weiter ging es nach Sasso Pisano welches wir ohne Airbnb nicht gefunden hätten. Ein kleiner Ort in der Toscana nahe Piombino, zum Biologen Filippo, Bienen sind seine Berufung gerade und er vermietet eine wunderschöne Wohnung in einem alten Haus, in dem sich auch ein Restaurant befindet, mit zwei Räumen in denen man im Kreis laufen kann, alt und renoviert und dort kommt man darauf was man eigentlich alles braucht oder eigentlich nicht braucht.

Im Restaurant sitzen dann alle Einheimische im kleinen „Barraum“ und alle deutschsprachigen Menschen im „Restaurantraum“, zumindest waren an dem einen Abend nur solche dort vertreten.

Auch seltsam ist, dass es scheinbar einfacher ist mit Italienern in’s Gespräch zu kommen, als mit deutschsprachigen Menschen, die da nur miteinander quatschen, auch angequatscht wurden, aber weiter keine Konversation führen konnten/wollten mit uns – komisch.

Egal, der coniglio hat mir auch so geschmeckt :)

Dort gibt es auch fumaroles, welche wir auf einer kleinen Wanderung von Sasso Pisano nach Monterotondo begutachteten. Und dort kann man überall Rohre in der Gegend verlegt sehen, welche den austretenden Wasserdampf bündeln und ihn in Kraftwerke von z.b. Enel leiten, um Turbinen zur Stromerzeugung anzutreiben. Diese geothermischen Kraftwerke erzeugen damit etwa 1,5% der italienischen Elektrizität. Es stehen auch hie und da recht große Kühltürme in der Gegend herum, welche ein bissal futuristisch wirken und natürlich riecht es dort auch ab und zu ein bissal nach Schwefel :)

Leider ist die Therme zwischen Sasso Pisano und Monterotondo nicht mehr in Betrieb, komischerweise lagern dort nur mehr pasteurisierte Tomaten und Salzpäckchen!

Was noch geschrieben werden muss ist, dass die Straße, wir machten am Lago Trasimeno Pause, nach Sasso Pisano eine Strecke für Motorradfahrer ist :)

Weiter ging es nach Piombino, Airbnb, eh klar, wo wir in der Altstadt, keine 100m vom Meer, wohnten.

Man glaubt gar nicht, dass Piombino, wenn man drauf zufährt eine so liebe Innenstadt hat. Hat’s aber!

Endlich wieder Meer und Sonne und es war warm und wir die 100m zum Meer und runter die Stufen zur Steinküste und ausgezogen und quasi nackt in’s Wasser … und schon kommt die Polizei :)

„Non siamo qui a Pisa“ war das erste was sie verlautbarten. Vielleicht sollte man amal nach Pisa fahren, um zu sehen wie es dort zugeht. Wie auch immer, Hose angezogen, Verwarnung und Documenti, mehr war’s glücklicherweise nicht – gut getan hat die Sonne auf der Haut und das Meerwasser trotzdem :)

Wir kannten auch die Erfindung „apericena“ noch nicht. Im Caffe Nanni, aber auch in anderen Lokalen, werden, wahrscheinlich, damit die Leut bleiben und weitertrinken, alle möglichen kalten, aber auch warmen Kleinigkeiten bereitgestellt, von welchen man sich quasi gratis bedienen kann!

Neben den wirklich guten Drinks, welche dort gemixt werden, ist das eine wunderbare Sache, wie wir feststellen konnten :)

Und weil’s halt eine Küche gab in unserer Unterkunft wurde auch gekocht – Fisch, Spargel, Artischocken … mjam.

Natürlich hab ich den Polizisten auch gefragt, ob es einen Nacktbadestrand gäbe! Und ja, gibt es! Wir natürlich nix wie hin – super schön, bissl viel Wind und Meer zu bewegt, aber in den Dünen lässt sich gut nackt liegen. Der Strand heißt „Official Naturist Beach – Nido Dell’Aquila“

Nach Baratti haben wir auch einen Ausflug gemacht und nach Populonia, einer kleinen alten Stadt, ich glaub es heißt eigentlich Populonia Alta, welche auch ein Museum beherbergt, in dem wir auch waren. Dort erfuhren wir, dass die Etrusker, welche voll gut drauf waren, Millionen von Tonnen Eisenerz verarbeiteten, welches hauptsächlich auf der nahen Insel Elba gewonnen wurde. Nachdem die Verarbeitung dieses Erzes zur Metallgewinnung aber nur zu ca. 40% passierte, wurden die Rückstände der damaligen Verarbeitung während des ersten Weltkrieges nochmal verarbeitet und die restlichen ca. 60% ausgeschöpft.

Nach dieser historischen Erfahrung war es wieder mal Zeit für einen Aperol Spritz in Baratti!

Und dort, in einem Lokal am Hafen, lernten wir die 91 jährige Antje samt begleitende Gabriele kennen, die sich neben einem Caffe eine oder zwei Zigaretten anrauchte und sich zu uns gesellte, also die Antje, die Gabriele raucht nicht und ist Vegetarierin :)

Diese sehr sympathische Frau lud uns auch in ihr Haus ein, welches sich nicht weit von Baratti befindet, nämlich in Campilia Marittima, das sie seit ca. 30 Jahren besitzt.

Gesagt getan, am nächsten Tag zischten wir die ca. 16km dort hin und besuchten sie in ihrem wunderschön gelegenen Bauernhaus, in dem sie ein oder zweimal im Jahr verweilt, je nachdem, ob sie eine Begleitung für die Reise dorthin findet. Diese Dame duscht sich scheinbar noch jeden Tag, zumindest dort, kalt in der Früh, an einem Wasserrohr in Ermangelung eines Duschschlauchs und lebt ein, wie mir schien, recht einfaches und normales Leben, welches ihr, wie mir auch schien, sehr gut tut!

Wir vier tranken Kaffe, saßen in der Sonne und quatschten 5 Stunden lang über dieses und jenes, über Olivenbäume, Schafe, Duschschläuche, Kriegszeiten, Menschen und sonstiges … - dann wurde es wieder Zeit nach Piombino zu fahren.

Campilia Marittima war das schönste Städtchen, welches ich in diesen Wochen kennen lernen durfte, durch Zufall!

Weiter ging es nach Modena, Airbnb, eh klar. In eine Unterkunft im historischen Zentrum vom Fabrizio. Dort verbrachten wir nur eine Nacht, ließen es sich uns aber nicht nehmen eine kleine Runde am Abend zu machen. In einem ehemaligen Gefängnis tranken wir Bier, ließen den Plan in ein Restaurant zu gehen fallen und aßen dort noch eine Kleinigkeit. Auf dem Rücken liegend fotografierte ich danach den ebenfalls schiefen Kirchturm von Modena, scheinbar war das damals mit der Statik nicht so einfach, und dann war’s schon wieder genug.

Bissl nass geworden sind wir bei der Fahrt von Piombino nach Modena, weil da ein Gewitter meinte sich entladen zu müssen. Mit quasi Vollgas und nach 20 Minuten waren wir diesem aber entflohen :)

Ajo, in Volterra waren wir auch, aber irgendwie hatten wir da schon genug von altertümlichen Städten, gut war aber das Fischgeschäft „Il Peschereccio“ , in dem man auch essen konnte :)

Sonst blieb mir von Volterra die wogenden Wiesen, ein großes O und die Zufallsbekanntschaft eines Grazers in Erinnerung :)

Wie die Zeit vergeht!

Zurück nach Venedig, genauer gesagt nach Marghera, wo wir bei meiner Cousine übernachten konnten. Der Luigi, ihr Mann, backte 7 Pizzen und einen Erdbeerfleck und wir tranken die, durch meine eher unbedachte Art der Einfahrt mit dem Motorrad in meiner Cousines Garten, übriggebliebene Flasche, welche eigentlich zwei Flaschen hätten sein sollen, eine aber, durch unbedachtes Schrammen des Koffers, in dem die beiden Flaschen transportiert wurden, an ihrem Einfahrtstor, zerbrach, was mir nach wunderbaren Rotwein riechende Wäsche bescherte, den Koffer von der Halterung riss und mich ein bissal grantig machte.

War aber das einzige Unglück auf ca. 2700km, welches passierte – darum schwamm drüber – schad ist es aber trotzdem um den guten toscanischen Wein! :(

Italienisch und Englisch quatschend ging auch dieser Abend dem Ende zu, schlafen, frühstücken und ab die Post - verso Vienna!

Nach Marghera hat es dann bis knapp vor Udine geregnet – dann allerdings war a Ruha bis Wien. Eine neue Erfahrung war, dass Schuhe, die innen schon nass sind außen trocken werden beim Fahren, innen jedoch standhaft nass bleiben – und ein bissal weit war’s dann auch zurück in einem, aber nochmal wo stehen bleiben und übernachten war nicht mehr drin ….

Ajo, das Fischrestaurant knapp vor Tarvis ist auch ein guter Platz, um sich zu laben ;)