... der Artikel auf orf.at: http://religion.orf.at/stories/2547445/

Sowohl die ÖVP-nahe Schülerunion als auch der Katholische Familienverband (KFÖ) betonten am Montag, Ethik sei nur als alternativer Pflichtgegenstand zum konfessionellen Religionsunterricht wünschenswert und nicht als zusätzliches Unterrichtsfach. Die Pläne, Ethikunterricht flächendeckend einzuführen, seien grundsätzlich begrüßenswert, jedoch nur als Alternative, so KFÖ-Präsident Alfred Trendl.

 

Ich würde sagen, dass Ethik nicht alternativ, sondern statt Religionsunterricht wünschenswert wäre!

 

Natürlich hat die Schülerunion, welche dem Mitschüler-Kartell-Verband (dem Dachverband der katholischen Schülerverbindungen an allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen Österreichs) nahe steht und der Katholische Familienverband etwas gegen die Gleichstellung von Religionsunterrichts und Ethikunterricht, oder gegen eine Priorisierung des Ethikunterrichts - da sieht die katholische Kirche natürlich schon wieder Felle wegschwimmen und sie kann sich, wie es ja auch Banken und andere Großkonzerne weltweit machen, keine jugendlichen Mitglieder mehr heranziehen, sobald da wirklich freie Meinung herrscht und frei und unbedarft entschieden werden kann.

 

Ich bin sehr wohl für Aufklärung, welche zuerst statt findet - wenn dann noch jemand zu den Katholiken gehen will, dann kann er ja noch immer - oder?

Wie kommt die Kirche eigentlich darauf irgendein Recht zu haben als fixer Bestandteil des Unterrichts gelten zu dürfen? Weil es schon immer so war? Weil damit den Schüler_innen Werte für's Leben beigebracht werden? Ich denk, dass ein Jugendlicher, dem alle Möglichkeiten vorher aufgezeigt werden, den Schritt Richtung katholischer Kirche nicht tun wird.

Ist doch wirklich recht seltsam, dass man dieser "Partei" in einem Alter beitritt, in dem man noch gar keine Meinung hat (Taufe), die Eltern, damit das Bild gewahrt wird, dem Beitritt zustimmen, der oder die Beigetretene jahrelang nicht wissen was sie mit dieser Angehörigkeit tun soll - und irgendwann, weil das Geld eh knapp ist, aussteigen, weil eh nie wirklich dabei gewesen.

 

Übrigens ist Alfred Trendl Steuerexperte, genau so hab ich mir den Präsidenten der größten parteiunabhängigen Familienorganisation KFÖ vorgestellt - ein Mann aus der Wirtschaft!

 

erstellt am 28.08.2012