„Ich denke nicht, dass man sich vor den Realitäten der Wirtschaft verstecken kann.“ meint Liikanen, Chef der finnischen Zentralbank - ein wenig weiser Spruch.

Und zuvor noch sowas dämliches: "die EZB habe ihre eigene Gesetzmäßigkeit, auf deren Grundlage sie entscheide" - hier auf orf.at zu lesen

Die Realität der Wirtschaft? Schon wieder "die Wirtschaft". Sie schwebt über uns und bestimmt alles. Nur durch die Erwähnung ihres Namens (oh, die ist weiblich:) gehen Kinder, die nicht in's Bett wollten, auf der Stelle schlafen! Erinnert mich ein bisschen an die Geschichte mit dem bösen Wolf.

Wobei der böse Wolf nunmal echt böse war. Möglicherweise passierten ihm aber auch Dinge im Leben, die ihn böse machten.

So ähnlich seh ich "die Wirtschaft". Der Begriff sagt alles mittlerweile. Und ich glaube, dass "die Wirtschaft" früher mal, öööh ... ist aber schon lange her, bevor sie instrumentalisiert wurde, so an die 200 Jahre, gar nicht so böse war.

Aus Wikipedia:
Wirtschaft im ursprünglichen Sinne ist die Betrachtung aller personeller und materieller Aufwendungen und Erträge, die dazu dienen, den Unterhalt des Menschen zu sichern – zum Beispiel Jagd und Fischfang, Ackerbau und Viehzucht, Handel und Gewerbe.

Mittlerweile ist es möglich mit "der Wirtschaft" zu drohen. Wer sich nicht an die Gesetze "der Wirstschaft" hält dessen Unterhalt ist nicht gesichert. Komisch nur, dass "der Mensch" die Gesetze der Wirtschaft aufgestellt hat und ihr jetzt scheinbar ausgeliefert ist. "Die Wirtschaft" diktiert mittlerweile alles.

Und "die EZB" steuert "die Wirtschaft", indem sie Geldflüsse steuert und reguliert, um "die Wirtschaft" in ihrem Sinne zu beeinflussen. Kredite werden weltweit vergeben, um, z.B. Sojaanbauflächen in Brasilien zu schaffen, damit dieser Soja die Rinder in anderen Ländern ernährt - dafür muss natürlich der Regenwald platz machen - logisch, oder? Brasilianischer Soja wird dann nach Österreich transportiert, das macht doch Sinn, oder?

Wer die Macht hat darf aber dumm quatschen - das war schon immer so.

Wir essen Amazonien auf - greenpeace