Wunderbare Erklärungen wie die Banken agieren und was sie mit der momentanen Finanzproblematik (aber auch mit der um 1929) zu tun haben!

Finanzkriesen entstehen, weil erstens das Banksystem in dieser Art besteht, darum auch in dieser Art benutzt wird, und zweitens manche Menschen einfach skrupellos sind.

Das, was wir gerade miterleben ist durch unser Banksystem entstanden! Und wir, die Bevölkerung, tragen die Konsequenzen, weil Banker mit Geld spielen dürfen!

Hier möcht ich nochmal erwähnen, dass es nicht vereinbar ist dieses System weiter agieren zu lassen und das Problem dann auf den Bürger abzuwälzen - in Form von weltweitn Sparpaketen!

Du versuchst deinem Land zu dienen (was immer das auch heißen mag), bist Patriot, stolz auf dein Land, gibst dein Bestes, arbeitest 40 und mehr Stunden am Tag, weil du glaubst es gehöre so, runierst deine Gesundheit, hast Stress im Alltag, Kopfweh, hast Verspannungen, brennst aus, deine Bandscheiben sind auf einmal nicht mehr auffindbar, frisst und saufst in dich hinein, betreibst Sport nur, weil du deine Aggression vielleicht nicht anders los wirst - und die, denen du dein Geld zur Verwahrung gibst, benutzen es, benutzen dich - aber keiner tut etwas dagegen - das ist sehr, sehr verantwortungslos, oder?

Ich mag hier vielleicht teilweise übertreiben, aber vielen geht es so!

 

DER GROSSE REIBACH

Als Margaret Thatcher in Großbritannien und Ronald Reagan in den USA die Regierung übernahmen, starteten diese beiden überzeugten Anhänger mit Hilfe von Wirtschaftsberatern der mächtigsten Großbanken eine Deregulierungskampagne sondergleichen: Stück für Stück zerschlugen sie alles, was nach der großen Depression 1929 und der Nachkriegszeit geschaffen worden war, um dem Kapitalismus eine soziale Komponente zu geben. Ihre Nachfolger, ob konservativ oder "links", führten diese Politik fort. So bestand ironischerweise die letzte Amtshandlung des Demokraten Bill Clinton im Oval Office in der Unterzeichnung eines Gesetzes, das den Staat völlig entwaffnen und Finanzmärkten endlich erlauben sollte, sich so zu entwickeln, wie es ihnen beliebte. Das neue Zeitalter führte zu allgemeiner Verschuldung und einem Spekulationskapitalismus, in dem der sofortige Profit verlockender ist als Investition und in dem nicht mehr der einzelne Anleger, sondern die ganze Welt die Risiken trägt. Zwischen Produktions- und Finanzsektor tat sich ein tiefer Graben auf.
Spekulation hatte es im Kapitalismus schon immer gegeben. Doch was früher als Ausnahme galt, wurde nun die Regel. Die weltweite Finanzwirtschaft geriet aus den Fugen: Das Oligopol der Großbanken wurde zum Unsicherheitsfaktor, und mit der neuen Wirtschaftselite wuchs die soziale Ungleichheit. Doch dann riss die Realität die Finanzriesen aus ihren Träumen: im Jahr 2007 implodierte das System. Die Filmemacher Jean-Michel Meurice und Fabrizio Calvi bieten einen Einblick in das Zusammenwirken jener Mechanismen, die die Finanzwelt in die aktuelle Krise geführt haben.
(Frankreich, Finnland, 2012, 52mn)ARTE / YLE

 

Teil1 auf Arte

 

DER TANZ DER GEIER

Geschäftsbanken, Hedgefonds und Versicherungen spielen mit Risiken und Vertrauen, mit wahren und falschen Werten. Derivate werden immer komplexer, Kommissionen steigen ins Unermessliche, und Geldmengen bewegen sich immer schneller um die ganze Welt. Die Gefahr einer Finanzblase steigt. Ob Rohstoffe, Immobilienkredite oder undurchschaubar gewordene Finanzinstrumente - die Spekulanten machen auf der Suche nach Profit vor nichts halt. Wie konnte sich dieses System durchsetzen, und warum können die Staaten es nicht mehr kontrollieren? Die Antwort scheint nahe zu liegen: Die Bankiers haben die Macht übernommen. In den Vereinigten Staaten etwa ist die "Krake" namens Goldmann Sachs allgegenwärtig und viele Männer und Frauen in Machtpositionen waren oder sind immer noch für diese Bank tätig. Auch in Europa, vor allem in Brüssel, schreiben die omnipräsenten Banken den Staaten ihre Gesetze vor. Und eine Änderung ist trotz globaler Finanzkrise nicht in Sicht.
(Frankreich, Finnland, 2012, 52mn)ARTE / YLE

 

Teil2 auf Arte